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La forza del destino

Krieg, Flucht, Hass und Rache prägen das grosse Lebensgemälde, das Giuseppe Verdi
mit «La forza del destino» geschaffen hat. Während in Italien die Unabhängigkeitskriege
toben, thematisiert Verdi in dieser Oper den Krieg, indem er ein romantisches
spanisches Drama aufgreift und es mit Szenen aus Schillers Kriegsepos Wallenstein
anreichert.

Das Werk

Die Dramaturgie des Krieges ist die prägende Kraft dieser Oper. Seine zerstörerische Macht
und Unberechenbarkeit machen nachvollziehbar, warum das Liebespaar Leonora und Alvaro
einander verliert und sich erst im Moment des Todes wiederfindet. Durch einen fatalen Zufall zu
Vatermördern geworden, sind beide von Schuld und Verfolgung gezeichnet. Den Frieden suchen
sie in der Einsamkeit eines Klosters.

Leonoras Bruder Carlo schwört derweil Rache und lässt nicht ab, bis eine finale Konfrontation
alle in den Untergang reisst. Am Ende der Oper erhebt sich, angesichts des Todes von Geliebter
und Bruder, die himmlisch anmutende Kantilene einer Solovioline – ein tröstlicher Moment, der
die Macht des Schicksals jedoch nicht aufzuheben vermag.

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